Zu weitläufig für die Handykamera und für das Auge, fordert die 120-teilige Arbeit von Isa Genzken zur Bewegung auf: Physisch, um sie – wie die ebenfalls ausgestellten Hyperbolos und Ellipsoide – doch nie ganz auf einmal erfassen zu können. Und intellektuell – durch den Anreiz, die Gouachen mit den zahlreichen Quaderformen der Kunstgeschichte zu verknüpfen und dabei zugleich dem formelhaften Titel zu folgen: Die Form entwickelt sich daraus, dass jede der fünf Farben jede andere Farbe berührt. Ein Algorithmus! Die Serie von 1973 vermag damit etwas offenzulegen, das heute allgegenwärtig ist.
Einen Algorithmus entlangspaziert: Isa Genzken im Kunsmuseum Basel

Isa Genzken: Werke von 1973 bis 1983, Kunstmuseum Basel, 05.09.2020 ‒ 24.01.2021